Wo sich Bier und Wein die Hände reichen

Die Barbière ist ja nun wirklich der Ort, wo sogar ein bekennender Nicht-Biertrinker wie ich Bier trinkt. Das liegt natürlich daran, dass die Jungs immer mal wieder ein Sauerbier brauen, welches aromatisch dann doch nahe bei dem ist, was wir verkaufen. Vor allem aber auch weil es einfach eine wunderbare Beiz mit guten Bieren und inspirierenden Menschen ist. 

Umso mehr hat es mich gefreut, als der Wunsch nach Naturwein im Offenausschank an uns herangetragen wurde. Das war Anfang 2017, als Corona noch kein Thema war. Seit dieser Zeit findet sich immer der eine oder andere Wein aus unserem Sortiment auf der Spezialitäten-Tafel. Zur Zeit (Mai 2021) Trafalgar (Orange)  und Grain de Folie (Rosé). 

Was sich alles verändert hat seit der Gründung 2014, sei hier ausgelassen, es soll um das Hier und Jetzt gehen. Denn seit anderthalb Wochen sind die Barbièrs wieder am Start und bedienen ihre Terrasse zum Breitschplatz hin. Amadeus kocht seine Leckereien, das flüssige Gold fließt wieder aus dem Zapfhahn in die Gläser und begeistert Bier-Geeks und Aperöler gleichermaßen. 

Aber auch ein freudiger Blick in die Zukunft sei gewagt, denn was in der Brauerei schon seit Beginn her gilt, wird immer mehr auch bei den anderen Produkten zur Maxime. So werden die Transportwege so kurz wie möglich gehalten. In der Küche werden biodynamische Lebensmittel aus der Umgebung verarbeitet. Das neue Menü 1 ist vegetarisch, was alleine für sich schon ein Statement ist. Der Karnivore kommt aber auch auf seine kosten, stammt doch das Fleisch ausschließlich aus der Nachbar-Metzgerei La Boulotte, welche selbst ein Loblied auf ihre Nachhaltigkeit verdient hat. Dass die Preise leicht gehoben werden mussten, wird hoffentlich jede*r verzeihen und noch ein kräftiges Trinkgeld obendrauf buttern, denn das haben sie einfach verdient die Barbières. Prost!

Sacha