Gut Oggau

Neusiedlersee, Österreich

In Oesterreich ist in Sachen Wein immer was los. Unser Nachbar hatte in den letzten Jahren einen qualitativen Sprung gemacht. Nach der Sondierungsphase der 90er Jahre und dem unmittelbar darauf folgenden internationalen Durchbruch. Eine Erfolgsstory, die ihresgleichen sucht. In den letzten Jahren wurden viele Weine erfreulicherweise immer eleganter, feiner und eigenständiger( z.b. Blaufränkisch). Seit einiger Zeit kommen immer mehr «langsamere Weine» aus Oesterreich. Das ist keine modische Tendenz oder ein Marketinggag, sondern die konsequente Weiterentwicklung einer steilen Erfolgsgeschichte.

Zu der Speerspitze dieser jungen Bewegung gehören Stephanie und Eduard Tscheppe- Eselböck vom Gut Oggau am Neusiedlersee. Hier kommen Weine auf die Flasche, die ausserhalb der Komfortzone des gelernten Geschmacksmusters stehen. Das sind keine «Blockbuster», sondern ruhige Tropfen. Bei der ersten Begegnung gehörten auch wir noch zu der Riege der Skeptiker. Man muss sich einfach mit ihnen beschäftigen und sich auf sie einlassen. Die gute Nachricht: Sie schmecken im Gegensatz zu vielen anderen Naturweinen wirklich….

Heute sind wir Riesenfans von diesen weinigen und komplexen Stoffen. Die Weissen brauchen, um besser im Glas zu singen, Luft und Temperatur. Im Gegensatz tut den Rotweinen etwas Kühle gut.
Sehr einfallsreich und gelungen sind die unterschiedlichen Etiketten. Sie sind verziert mit gezeichneten Porträts einer fiktiven Verwandtschaft. Drei Generationen sind es, analog zu den drei Lagen der Weingärten. Es gibt die Jugend, einfachere, junge Basisweine, die Eltern sind gehaltvoller und letztendlich die Grosseltern, die aufgrund ihrer Komplexität steinalt werden dürfen.

Weine von Gut Oggau